Erfolg bedeutet für viele Menschen, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, eigene Fähigkeiten einzubringen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Genau diese Chancen schafft die Lebenshilfe Chiemgau jeden Tag für Menschen mit Behinderung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 verfolgt die Institution das Ziel, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Aus einer Elterninitiative ist über die Jahre ein vielseitiges Netzwerk aus Wohnangeboten, Frühförderung, Kurzzeitpflege, Offenen Hilfen und zahlreichen weiteren Unterstützungsangeboten entstanden.
Ein wichtiger Baustein dieser Erfolgsgeschichte sind die Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten. An mehreren Standorten im Landkreis bieten sie mehr als 460 Menschen mit Behinderung individuell angepasste Arbeitsplätze und berufliche Bildung. Ziel ist es, persönliche Stärken zu fördern, berufliche Kompetenzen auszubauen und – wo möglich – den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu begleiten. Die Werkstätten sind dabei weit mehr als ein geschützter Arbeitsplatz: Sie sind Orte der Entwicklung, an denen Menschen Verantwortung übernehmen und Anerkennung für ihre Arbeit erfahren.
Auch für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung spielt Arbeit eine zentrale Rolle. In der Förderstätte Altenmarkt stehen sinnvolle Beschäftigung, individuelle Förderung und die Entwicklung persönlicher Fähigkeiten im Mittelpunkt. Die Erfahrung, etwas zu schaffen und aktiv am Alltag mitzuwirken, stärkt das Selbstwertgefühl und vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden – wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.